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40.000 Meinungen – die andere Seite

Hey meine Lieben,


Aus gegebenen Anlass, kommt heute mal wieder ein Post der Kategorie „Thoughts“. Mich beschäftigt schon länger ein sehr großes Thema, was wirklich schwer zu formulieren ist – und noch schwerer anderen Personen es verständlich zu machen. Ich versuche heute trotzdem mal mein Bestes…
 
Wenn du dich dafür entscheidest Social Media (beruflich) zu machen, entscheidest du dich dafür eine Wand zu sein. Eine Wand an die jeder schreiben, malen, Eier werfen, treten und feuern darf und von der gleichzeitig erwartet wird, die schönste, sauberste, weißeste, perfekteste Wand zu sein. Das heißt, egal ob du es willst oder nicht, Leute können und werden ihre Meinung zu einem Thema sagenn – und das nicht unbedingt immer nett. Die Leute denken, da du dich ja freiwillig ins Internet stellst, haben sie einen Freifahrtschein fürs Meinung sagen und Kritik geben. Was hierbei vergessen wird, ist das die Wand gar keine Wand ist, sondern ein Mensch mit Gefühlen und Gedanken.
Ja, ich bin der Meinung das Blogger & Influencer eine gewisse Vorbildfunktion haben. Damit geht aber nicht einher, dass sie perfekt sind. Es ist sprich unmöglich tausenden von Menschen gerecht zu werden. Stell dir vor du diskutierst in deinem Freundeskreis über ein Thema. Okay, dann gibt es schon mal 3-4 verschiedene Meinungen. So und jetzt multiplizieren wir das mal (in meinem Fall) mit 10.000. Nun haben wir ca 40.000 verschiedene Meinungen, von 40.000 verschiedenen Individuen mit verschiedenen Werten & Sichtweisen. Die meisten dieser 40.000 Menschen finden ihre Meinung auch super und richtig und möchten diese auch kund tun. So, nun haben wir aber ein Problem.
 
Denn im Internet gibt es auch noch den Luxus der Anonymität. Anonymität steigert das Selbstbewusstsein extrem. Du sitzt hinter einem Bildschirm, dir kann also nichts passieren. Meine Meinung ist ja richtig – was soll also passieren? Dieser eine Mensch muss ja verstehen, dass ich Recht habe und seine Meinung einfach falsch ist! In Deutschland herrscht Meinungsfreiheit, also darf ich das sagen, ich mein, es ist ja wichtig!
 
Nun schreiben ganz viele Menschen, in anonymer Sicherheit diesem einen Menschen ihre Meinung – nicht immer nett, aber ihre Meinung ist ja wie gesagt was? Richtig, RICHTIG! – und der eine Mensch bekommt so 40.000 Meinungen. Diese Meinungen sind aber natürlich wieder alle verschieden.

„Es KANN und DARF nicht sein, dass Blogger/Content Creators oder wer auch immer, für JEDES Detail in seinem Leben kritisiert wird von anderen Menschen.“

So langsam bekommen wir ein Gefühl für das Schwierige daran, oder? So und jetzt kommt der Moment wo dieser eine Mensch – ICH – meine Meinung sagt.

Es KANN und DARF nicht sein dass Blogger/Content Creators oder wer auch immer für JEDES Detail in seinem Leben kritisiert wird von anderen Menschen. Selbst wenn es gut gemeint ist, die Menschen vergessen was so eine Masse ausmacht. Hat jemand von euch schonmal erlebt dass allein 2 Leute sagen „Boah die EInstellung finde ich richtig kacke“? Tja nun stellt euch das vervielfacht vor und ihr könnt euch hier nicht denken „ach die hat mich trotzdem lieb“. Es schreiben mir fremde Menschen, was sie alles nicht gut finden an mir als Person. Menschen beurteilen mich nach 15 sekündigen Instastorys, einem Bild oder einem zusammengeschnittenen Video oder noch schlimmer – MEINER Meinung.
 
Es muss einfach aufhören. JEDER hat seine EIGENE Meinung und das muss man akzeptieren. Ich bei anderen und andere bei mir. Jeder Mensch hat dazu auch andere Werte. Für manche ist ein gepflegtes Äußeres wichtig, für manche Umweltschutz. Manche tun vieles offline, was gut für die Welt ist und zeigen dann eine Sache online die vielleicht nicht so gut ist. Und schwupps wirst du für die eine Sache verurteilt. Menschen müssen sich darüber im Klaren werden, was ihre Meinung anrichtitet, wie viel auch nur ein Kommentar bewirken kann und wie wenig sie eine Person in echt wirklich kennen.
Ich weiß, ein Daumen nach unten oder eine kritisierende Nachricht ist schnell geschrieben. Aber bitte bitte bitte macht euch 3 Sekunden Gedanken davor. Stellt euch vor, wie es euch selbst in der Situation gehen würde. Wir sollten nicht nach dem Ganz oder Gar nicht Prinzip leben… Jeder tut das was er kann oder will und man sollte für nichts verurteilt werden. Social Media ist etwas wahnsinnig kraftvolles – und Dinge wie diese, die ich heute anspreche, sind der Grund warum irgendwann keiner sich mehr traut seine eigene Sichtweise zu Dingen online zu sagen. Ihr selbst macht euch am Ende eine Inspirationsquelle damit kaputt, was unglaublich schade wäre. Wenn ihr zu einer Meinung aufgefordert werdet, seid ihr mehr als willkommen diese zu teilen. Aber ist dies nicht der Fall, kann es oft einfach schwierig und auch zu viel werden.
 
Da hier soll jetzt kein Shitstorm gegen Communitys sein, sondern euch mal die andere Seite näher bringen. Ich bin mir sicher, die allermeisten von uns Creators geben sich die allergrößte Mühe und zwar: FÜR EUCH. Deswegen wäre es einfach super schön, wenn sich jeder einmal kurz Gedanken macht, bevor er eine Reaktion gibt. Muss ich das wirklich sagen? Ist es wirklich so wichtig das jetzt zu sagen? Wie würde es mir gehen, wenn mir jemand so etwas sagt?
 
Ich hoffe ihr versteht mich nicht falsch… Ich möchte auf meinem Blog einfach meine Gedanken ansprechen, das hier ist meine Safe Zone. 
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3 Kommentare

  1. Amelie
    02/12/2019 / 20:52

    Hi Hannah,
    Der Blog post ist mega schön he schrieb und ich bin deine r Meinung weil. Warum kritisieren diese Menschen Ander Leute die sie nicht al persönlich kennen und nur einen Bruchteil ihres leben kennen? Fühlen sie sich dadurch besser?, Ich kans nicht verstehen.
    Deshalb finde ich es auch gut dass du das Thema angesprochen hast. ❤️
    Alles Liebe
    Amelie

  2. whitetulips
    Autor
    02/12/2019 / 21:32

    Vielen Dank liebe Amelie ❤️ fühl dich gedrückt

  3. 03/19/2019 / 18:26

    Liebe Hannah,
    Ich kann dich wirklich verstehen. Es geht ja nicht darum, dass man seine Meinung nicht sagen darf oder, dass du nicht auch andere individuelle Meinungen hören möchtest. Eher geht es darum WIE man es sagt und formuliert. Dabei sollte man sich (nur da man im Internet scheinbar „sicher“ seine Meinung äußern kann) trotzdem über die Art, wie man seine Meinung preisgibt Gedanken machen, denn gerade über das Internet kann man gutgemeintes Feedback schnell falsch verstehen und etwas hineininterpretieren, was doch eigentlich garnicht so gemeint ist. Außerdem sollte man sich dabei als Leser auch Gedanken machen, dass man von Dir nur diese Social Media Seite sieht. Klar, du bist super natürlich und teilst viel aber trotzdem nicht alles und das sollte man sich immerhin klarmachen. „Ich kenne nur das von Hannah, was sie mit uns teilen möchte und sollte mir daraus nicht sofort eine feste Meinung bilden.“
    Ich liebe deine Vidoes und Blogbeiträge,
    Jula

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