Über innere Glaubenssätze und wie man sie los wird

Hallo meine Lieben,

Es ist ziemlich lange her, seitdem ich meinen letzten Gedanken-Blogpost geschrieben habe. In diesen Posts lasse ich meinen Gedanken und Wörtern freien Lauf und ich schriebe ohne Struktur einfach alle Gedanken und Gefühle runter die mal rausmüssen. Ich weiß zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht mal worüber ich schreiben werde, was das Kernthema ist. Aber ich möchte versuchen euch in meine Gedankenwelt zu lassen, euch zeigen wie es in mir aussieht.

Fangen wir mit einem Satz an der euch eigentlich klar sein sollte. Egal wie toll meine Bilder vielleicht aussehen, oder was für tolle Urlaube ich mache, oder wie süß mein Hund ist – ich bin nicht perfekt. Mein Gedanken sind messy, leer und voll zugleich, mein Leben ist toll und trotzdem fühle ich mich oft nicht 100% glücklich…. Tut das überhaupt jemand?

Wie kann es sein, dass ich mir mein Traumleben gebaut habe und trotzdem nicht glücklich bin? Wie kann es sein, dass ich unfassbar viel arbeite und trotzdem das Gefühl habe nichts zu tun? Ich habe ein unfassbar tolles Leben, eine tolle Beziehung, eine wunderschöne Wohnung, einen mega Job – und doch fehlt mir etwas und ich weiß einfach nicht was.

Ich bin super interessiert in Psychologie und das innere Konstrukt eines Menschen. Ich habe gelernt zu erkennen, wieso manche Dinge so sind wie sie sind und wieso man auf manche Dinge reagiert wie man es tut. Wir sind ein Zusammenspiel jeglicher Erfahrungen und Glaubenssätze die wir jemals erlebt und uns angeeignet haben. Von Sekunde 1 seit der wir auf der Welt sind nehmen wir Informationen auf, bewerten und verinnerlichen sie. Und das ist auch bei mir so.

Innere Glaubenssätze

Wie kann es also sein, dass ich mir Vorwürfe mache, auf Instagram nicht mehr zu wachsen weil mein Content einfach langweilig ist? Weil mein innerer Glaubenssatz mir sagt „Du bist nicht gut genug“. Wieso habe ich diesen Glaubenssatz? Weil ich in meiner Kindheit eine Situation über Jahre hinweg erlebt hab, die mir das genau so vermittelt hat. Mir wurde dieser Glaubenssatz nicht mit Absicht vermittelt. Durch die Summe aller Erfahrungen und Informationen, die mein Gehirn aufgenommen hat, wurde die Situation einfach so bewertet und vom Unterbewusstsein verinnerlicht und nun haben wir den Salat.

Diese inneren Glaubenssätze sind uns oft nicht mal bewusst. Es kann zum Beispiel sein, dass du denkst deine Eltern sind nicht stolz auf dich wenn du keine guten Noten schreibst. Woher kommt das? Vielleicht hast du eine Situation erfahren in der dir das kurzzeitig vermittelt wurde, oder du hast es bei jemand anderem so beobachtet oder dein Gehirn hat abgespeichert Gute Noten = Stolz meiner Eltern. Der Mensch ist kompliziert und oft ist es gar nicht so einfach diese Glaubenssätze zu lösen.

Stell dir vor du bist ein Blatt in der Baumkrone eines Baums und deine Glaubenssätze sind die tiefste Sitze einer Wurzel in der Erde. Als kleines Blatt ist es gar nicht so einfach diese zu erreichen, zu erkennen und zu ändern. Du musst dein eigenes Gehirn umprogrammieren, als wärst du ein Computersystem – denn oft sind wir das auch. Ein Computer System sammelt ebenso tausende und abertausende von Informationen, bewertet und entscheidet. Nur dass wir Menschen dann nochmal tausendfach komplizierter sind. 

Ein Glaubenssatz kann sich dann noch ausweiten auf verschiedene Bereiche wie zum Beispiel: „Ich bin nicht gut genug für meinen Partner, er wird mich irgendwann verlassen für jemand besseren“ oder „Ich versuchs erst gar nicht, andere sind sowieso besser!“ oder „Ich bin nicht gut genug und es nicht wert dass mich jemand dafür bezahlt“.

… und wie man sie los wird

Das schlimme ist jedoch, dass das keine Fakten sind, sondern nur wir selbst, wie wir uns das selbst einreden. Also los, ändern wir das.

Schritt 1:

Versuche herauszufinden, was deine inneren Glaubenssätze sind. Erinnere dich zurück in welchen Situationen du verletzt oder sauer warst. Was war der genaue Auslöser und wie kannst du das in einem Satz formulieren. Meistens gibt es einen genauen Moment, in dem dieser Glaubenssatz entstanden ist. Versuche dich an diesen Satz zu erinnern.

Schritt 2:

Jetzt wird’s für viele etwas gruselig, aber glaub mir, es HILFT. Wir machen nämlich eine Burn Zeremonie. Die Welt und das Universum besteht aus Energien. Im Prinzip ist jeder Gegenstand und jeder Mensch eine riesige Menge von Molekülen. Moleküle sind Energie und diese Energie ist überall. Energie kann niemals verschwinden, sie kann nur umgewandelt werden. Wenn wir also deine negativen Glaubenssätze nicht einfach löschen können, dann wandeln wir sie doch in etwas positives um. Wenn wir etwas aufschreiben und verbrennen, dann steigen die einzelnen Moleküle in die Luft und können umgewandelt werden – in etwas positives.

Schreibe also folgendes auf ein Stück Papier und fülle die Lücken aus:

Ich, (dein Name), lasse heute hier in (dein Ort) los von (der Situation/deinem Glaubenssatz). Ich habe daran festgehalten weil … . Mein Leben wird … sein wenn ich X loslasse. Verantwortlich für X ist und X ist verantwortlich dafür dass ich das nun loslasse. Ich bin für mich und mein Wohlergehen verantwortlich und deshalb entschiede ich heute hier in (dein Ort) X loszulassen. Ich bin bereit loszulassen und bin bereit mein eigener bester Freund zu sein, für mich da zu sein und mich zu lieben.

(Dein Name)

Nun liest du diesen Brief laut vor und zündest ihn anschließend an und lässt ihn (sicher und an einem geeigneten Ort ohne Feuergefahr!) verbrennen.

Schritt 3:
Formuliere deine alten Glaubenssätze um und schreibe sie auf einen Zettel. Diesen Zettel hängst du dann irgendwo auf, wo du ihn jeden Tag sehen kannst. Sprich deine neuen Glaubenssätze mindestens einmal täglich laut aus.
„Ich bin nicht gut genug“ -> „Ich bin gut genug und ich bin es wert“


Eine Sache, die man immer tun kann, ist sich Hilfe zu holen. Oft hilft es schon mit einer Freundin oder den Eltern zu reden. Ich persönlich habe aber 6 Monate mit einem Lifecoach gearbeitet und werde mir auch wieder jemand professionellen suchen. Sich Hilfe zu holen ist nichts schlimmes oder peinliches. Es ist verdammt stark und mutig. Du erkennst deine Probleme und willst an ihnen arbeiten. Egal wie groß oder klein dein Problem scheinen mag, deine Gefühle sind da und wollen und müssen gefühlt werden.

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