Einen Hund aus dem Ausland adoptieren – meine Erfahrung

Hallo meine Lieben,

Heute geht es um ein Thema, worüber ich auf meinem Blog noch nie geredet hab: Hunde Adoption aus dem Ausland. Wir ca 1 Jahr ist ein kleiner Vierbeiner aus Ungarn bei uns eingezogen und gerne würde ich euch über den gesamten Adoptionsprozess etwas erzählen und auch nach einem Jahr ein Fazit ziehen, sowie meine Erfahrungen mit euch teilen.

Unser Hund aus dem Ausland

Das ist Henry, ein inzwischen 3 Jahre alter Pekinesen-Mischling aus Ungarn. Ich habe ihn damals, als wir entschieden haben einen Hund zu adoptieren, auf Instagram entdeckt. Er war damals in einer Tötungsstation untergebracht und wir waren die einzigen, die ihn angefragt hatten. Das heißt, wir haben ihm nicht nur ein Leben geschenkt, sondern ihm sogar sein Leben gerettet… Klären wir zu Beginn aber erstmal ein paar Dinge:

Adoption vs Kauf

Warum haben wir einen Hund adoptiert, statt einen zu kaufen? Als feststand, dass wir einen Hund wollen, wies mein Freund mich sofort auf das Thema Adoption hin. Ich hielt damals nicht viel von der Idee, da ich immer nur schlechte Dinge hörte wie: „die haben alle einen an der Klatsche und sind aggressiv“. Was absolut nicht stimmt! Die meisten Hunde, die man kaufen kann, sind aus Profit für den Menschen bzw. Züchter geboren. Hunde, die zur Adoption stehen, sind in der Natur entstanden, vorallem in Ländern, wo Hunde keine Haustiere sind, sondern auf der Straße leben. Diese aber tausenden Tiere leben vom Müll auf der Straße, schlafen in Büschen, sind oft angekettet oder werden von Menschen geschlagen oder sogar schlimmer verletzt. Sie kämpfen täglich um ihr Überleben. Die Entscheidung war für mich also relativ schnell klar.

Wie findet man den passenden Hund für eine Adoption?

Ich habe zu allererst mal in den umliegenden Tierheimen in Deutschland nach einem passenden Hund geschaut. Meine Kriterien waren eigentlich nur die eher kleinere Größe und eine eher ruhigere Rasse, die jetzt nicht so viel Auslauf wie zum Beispiel ein Husky braucht, da wir in Berlin Mitte wohnen. Rasse und Alter war mir total egal. Die meisten Adoptanten wünschen sich einen Welpen, den man richtige erziehen kann und der noch nichts Schlimmes erlebt hat, so dass keine großen psychischen Probleme auftreten. Kann ich total nachvollziehen, jedoch haben meiner Meinung nach, auch die älteren Hunde definitiv eine Chance verdient und haben ganz oft ebenfalls keinerlei Probleme und man kann auch ältere Hunde noch wunderbar erziehen. In den Tierheimen habe ich leider keinen passenden Hund für uns gefunden, also suchte ich über Instagram bei verschiedenen Organisationen. Ich kann euch hier Hearts4Paws, Tierobhut e.v. und MAP Straßennasen auf jeden Fall total empfehlen!!

Wie läuft eine Hunde Adoption ab?

Habt ihr nun euren Hund gefunden, der augenscheinlich super zu euch passt, so könnt ihr diesen bei der Organisation anfragen. Dabei müsst ihr eine Selbstauskunft ausfüllen, mit Infos zu euren Lebensumständen, dem zukünftigen Lebensort des Hundes, Infos zur Familie und weiteren Haustieren. Mit diesem Formular kann die Organisation sehr schnell entscheiden ob und im Falle von mehreren Bewerben, zu wem der Hund am besten passt. Ist dieser Schritt erfolgreich abgeschlossen worden, gibt es eine Vorkontrolle. Bei der. Vorkontrolle kommt ein freiwilliger Helfer der Tierschutzorganisation zu euch nachhause um euch persönlich kennenzulernen und sich das zukünftige Heim des Hundes anzusehen. Läuft diese Kontrolle positiv, so müsst ihr nur noch die Schutzgebühr (meist ca 350€)  überweisen. Diese deckt die Tierarztkosten und den Transport ab. Die Organisation und deren Mitarbeiter verdienen daran absolut gar nichts. Jeder Euro geht direkt wieder an die Tiere und die benötigten Materialien. Danach heißt es warten, vorbereiten und freuen, bis der neue Mitbewohner mit einem Transporter zu einem Treffpunkt, bereit zur Abholung gebracht wird.

Unsere Erfahrung mit der Hundeadoption aus dem Ausland

Wir waren natürlich super aufgeregt und haben uns total auf Henry gefreut! Die ersten Nächte waren wie bei allen anderen frisch gebackenen Eltern: kurz. Ich war bestimmt 5 mal mitten in der Nacht mit ihm draußen, denn er war natürlich noch nicht stubenrein und total aufgeregt. Der Hund ist mindestens genauso aufgeregt und vielleicht auch ängstlich wie du. Alles ist neu, fremde Menschen, fremde Sprache und ein fremdes Umfeld, ohne die Freunde und Geschwister. Deswegen ist es ganz wichtig Geduld, Zeit und Verständnis, vorallem am Anfang aufzubringen. Nach wenigen Tagen konnte Henry seinen Namen, super an der Leine gehen, Sitz, die Nacht durchschlafen und das Vertrauen baute sich immer mehr auf. Heute, ein Jahr später, könnten wir nicht glücklicher sein. Dieses kleine Wesen gibt uns täglich so viel Liebe, Glück und Lebensfreude. Es war vermutlich die beste Entscheidung unseres Leben und man merkt auch, wie glücklich unser Henry ist. 

Mein Fazit zur Hunde Adoption

Ich kann es nicht oft genug sagen: wenn ihr einen Hund möchtet, bitte bitte setzt euch mit dem Thema Hunde Adoption auseinander. Da draußen warten so viele tolle Hunde auf ein Zuhause. Das sind alles so dankbare Herzen, egal wie alt sie sind. Überlegt euch bitte aber vorher, ob ihr die Verantwortung tragen könnt. Ein Hund ist kein Spielzeug, sondern ein Lebewesen, dass Geld kostet, Liebe und Zeit und Geduld brauch und hoffentlich ein langes, wundervolles Leben bei euch hat. Ich kann eine Hunde Adoption nur Empfehlen. Danke an alle Tierschutzorganisationen für eure tolle Arbeit!

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1 Kommentar

  1. 06/25/2020 / 08:42

    Ich möchte später auch mal einen Hund und eine Katze adoptieren!
    Es gibt einfach so so viele süße Tiere bereist auf der Welt, die ein zu Hause suchen, da muss man nicht noch Züchter unterstützen und dazu anregen noch mehr zu produzieren und andere bleiben auf der Straße…

    Ganz liebe Grüße
    Pauline

    https://mind-wanderer.com/2020/06/25/life-update-online-uni-reiseplane/

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